Freitag, Juli 17, 2009

UTS #21: Harvard - Hazard

Es waren die Helden der alternativen Investments und Portfoliodiversifikation und wurden auch hier bejubelt: Die Vermögensverwalter der Stiftungen von Yale und Harvard. Wald. Hedgefonds. Rohstoffe. Nichts war zu exotisch. Aber die letzte Krise hat auch diese Halbgötter entzaubert.

Ein schöner Artikel über Harvard habe ich im Forbes gefunden und mit dem Urlaubs-Tab-Sweep ausgelehrt. Die Krise hat Harvard so stark getroffen, dass es nicht nur um etwa 30% mit dem Vermögen nach unten ging, sondern sogar Liquiditätsprobleme auftraten.

Forbes: Harvard: the Inside Story of Its Finance Meltdown

P.S. Eigentlich müssten die Zahlen inzwischen draussen sein.

Donnerstag, Juli 16, 2009

UTS #20: Hyperinflation - 9 gescheiterte Währungen

Gar nicht so selten, dass sich eine Währung zerlegt (und die Liste dürfte nicht vollständig sein):

Deutschland 1922-1923
Ungarn 1945-1946
Chile 1971-1981
Argentinien 1975-1992
Peru 1988-1991
Angola 1991-1999
Jugoslawien 1992-1995
Weissrussland 1994-2002
Simbabwe 2002-2009

Wenn man jetzt etwas ketzerischer ist, fragt man sich, wo die italienische Lira ist. Oder die türkische? Oder das britische Pfund (Kaufkraftverlust >90% in den letzten 50 Jahren)? Oder Deutschland 1945-1948?

Und noch etwas ketzerischer: Was die nächste Währung sein wird, die kollabiert. Pfund? Forint? Isländische Krona? Lettischer Lat? Mexikanischer Peso? Oder gar Euro oder Dollar?

Mint.com: Hyperinflation: The Story of 9 Failed Currencies

UTS #19: Aktienkurse sind wie Achterbahnfahrten

Und das darf man jetzt wörtlich nehmen. Zumindest wenn man ein iPhone hat ...



Techcrunch: AirCoaster iPhone App Turns The Stock Market Into A Scary Ride

Mittwoch, Juli 15, 2009

UTS #18: Die Fed - das unbekannte Wesen

Über die Entstehungsweise von Geld hatte ich ja schonmal gebloggt.

In dieser (scheinbar unendlich nach unten scrollbaren) Grafik geht es etwas mehr um die Geschichte der Fed, wie sich die Mitglieder zusammensetzen, welche Auswirkungen die Zinsentscheide haben, etc.

Warum findet man so grafische Aufarbeitungen in der deutschen Presse eigentlich (so gut wie) nie?

Mint.com: A Visual Guide to the Federal Reserve

UTS #17: Gold vs. UK-Immobilienpreise

Ich finde solche Vergleiche immer wieder spannend:

Wie viele Münzen Gold braucht man, um ein Barrel Öl zu kaufen? Wie viele Kilobarren, um ein Haus zu kaufen?

Diese Vergleich lassen sich zwar nur schwierig in Investmententscheidungen umsetzen, weil sich ja immer beide Seiten der Gleichung ändern können, um das wieder in ein (angenommenes) Gleichgewicht zu bringen, aber spannend finde ich das nevertheless.

Der Clou der Grafik: Obwohl sich die Hauspreise in Gold schon mehr als halbiert haben, könnte es nochmal mehr als eine Halbierung geben, ohne dass wir historisch unbetretenes Gelände erreichen.

Ob sich die Immobilienpreise nochmal halbieren oder der Goldpreis nochmal verdoppelt, weiss ich auch nicht. Vielleicht passiert ja auch nichts von beidem ...

Seeking Alpha: Gold vs. Housing: 80 Years of U.K. Data

Dienstag, Juli 14, 2009

UTS #16: Der S&P: Teuer oder billig?

Zu dem Thema gibt es gefühlte 2,3 Millionen Studien. Eine der interessanteren möchte ich heute vorstellen.

Dabei werden die zwei Einflussparameter

Inflation
KGV

untersucht.

Das Ergebnis ist einfach: Das KGV alleine ist kein guter Indikator, weil das KGV viel zu stark schwankt. Viel besser ist es ein Formel à la KGV + Inflationsrate zu nehmen. Der dadurch entstehende Wert ist nämlich deutlich stabiler.

Am Ende ist dieses Modell auch nicht viel anders als das FED-Modell, das Aktien in Bezug zu den Zinsen setzt, denn Zinsen und Inflationsrate hängen ja eng zusammen. Trotzdem istd as Modell nicht unspannend. Vor allem die Erkenntnis, dass man Ein-Faktor-Modellen wie dem einfachen KGV keine Sekunde vertrauen sollte ... Außerdem sind schöne über 80 Jahre umfassende Charts von S&P 500, Inflation und KGV im Artikel ...

NewstoUse: S&P 500 INDEX PE AT TROUGHS: A DETAILED 80 YEARS ANALYSIS

Und ein Update im Mai:

NewstoUse: EQUITIES: TIME FOR A PAUSE

UTS #15: Die Renditen des Dow Jones im Detail

Heute nochmal ein Blick auf den Dow Jones Industrial Average.

Ein paar spannende Daten, z.B.

Dow ohne Dividenden 4,6% Rendite,
Dow mit Dividenden 8,9% Rendite.

Diese wichtige Rolle der Dividenden dürfte bekannt sein.

Und das dadurch erzielte Ergebnis kann ich nochmal fast verdreifachen (nicht die Rendite (die steigt nur auf 10,4%), sondern die Menge Geld, die am Ende übrig bleibt). Und zwar durch eine Gleichgewichtung der Indexmitglieder anstelle der üblichen Preisgewichtung.

Am Ende hat das die selbe Ursache wie der Erfolg der antizyklischen Dividenden-Strategie, bei der ich die Dow Werte mit der höchsten Dividendenrendite kaufe, eben weil das häufig die Werte mit dem niedrigsten Kurs sind. Diese gefallenden Aktien erholen sich anschließend meistens überdurchschnittlich.

The Big Picture: Deep Inside the Dow

Und wem das Dow mathematisch zu anspruchslos und zu öde ist, der kann auch mal seinen CDS bewerten ;-)

ISDA CDS Standard Model

Montag, Juli 13, 2009

UTS #14: Die 25 größten Bankpleiten

Business Pundit: 25 Biggest Bank Failures in History

Zur größten deutschen Bankpleite (vor der Krise) noch ein weiterer Hinweis auf einen Artikel in der FAZ.

Die Bruchlandung der "Raumstation Orion"

Und wer noch mehr braucht:

Die ganze Serie der Finanzskandale in der FAZ

UTS #13: Hauspreise vs. Stresstest Szenario

Immer wieder spannend, das angeblich so negative Szenario des Stresstests mit der realen Entwicklung zu vergleichen.

Haben wir schon mit der Arebitslosenquote gemacht, geht aber auch gut mit den Hauspreisen. Und auch hier sind wir nicht auf der positiven Kurve, sondern ziemlich nah am "more adverse" Szenario.

Calculated Risk: Case-Shiller: House Prices Tracking More Adverse Scenario

Da muss man sich doch fragen, ob das wirklich ein Stresstest war oder ob da einfach nur "alles in Butter" rauskommen sollte ...

Sonntag, Juli 12, 2009

UTS #12: Kennen Sie noch das Gefühl, als Sie das Wort Risiko noch nicht kannten?

Na, wer kann den Spruch einem Produkt zuordnen? Naaa?

Ok, ich helfe: Es war aus der Werbung für die Twin Star Altersvorsorge der AXA Versicherung:

Wörtlich:

"TwinStar Klassik - renditestark und sicher vorsorgen

TwinStar Klassik kombiniert endlich Top-Rendite mit einer der höchsten garantierten Renten.
Dieses neue starke Vorsorgekonzept von AXA bietet Ihnen die Sicherheit, die Sie im Alter brauchen."


Und das ganze war wirklich ein gutes Produkt. So gut, dass die AXA jetzt den aktiven Vertrieb eingestellt hat. Die Garantien für die Kursabsicherung sind durch die crashenden Börsen einfach zu teuer geworden. Auf sowas waren die Finanzmathematiker einfach nicht vorbereitet.

Handelsblatt: Axa zieht die Notbremse